„Blutgasmessung tränenfrei“

Endoskopkamera-im-OP-Gebiet

Auf der Kinderstation des Deutschen Herzzentrums Berlin (DHZB) werden viele schwer kranke Patienten behandelt. Besonders nach komplizierten Operationen, aber auch bei chronischen oder langwierigen Krankheitsverläufen muss der Organismus der kleinen Patienten engmaschig und dauerhaft überwacht werden. Dazu gehören auch regelmäßige Blutentnahmen. „Für die Kinder, die bei mitunter wochenlangen Klinikaufenthalten eine Vielzahl von Untersuchungen und Eingriffen ertragen müssen, ist das eine zusätzliche und meist tränenreiche Tortur“, erklärt Arne Friedrich.

Doch für dieses Problem gibt es eine Lösung: Neue Geräte machen die Messung wichtiger Werte möglich, ohne dass dabei Blut entnommen werden muss. Über eine harmlose Infrarotsonde, die einfach auf die Haut aufgeklebt wird, kann der Sauerstoffgehalt des Blutes und Kohlendioxid nicht nur schmerzfrei, sondern auch über längere Zeiträume lückenlos gemessen werden. Das ist auch für die Mediziner eine Erleichterung, die so Messwerte in Echtzeit registrieren und entsprechend schnelle Maßnahmen einleiten können. Eine besonders wichtige Rolle spielt dabei die „Arterielle Blutgasmessung“ bei Patienten mit Mukoviszidose, die ebenfalls auf der Kinderstation des DHZB behandelt werden. „Wir müssen die Sauerstoff- und Kohlendioxidwerte im Blut natürlich regelmäßig prüfen, wenn wir die Therapie festlegen und beurteilen wollen“, erklärt Heidi Kühn, Atmungstherapeutin am DHZB. Die neu entwickelten Atemgeräte machen die Therapien deutlich schonender für die jungen Patienten.

Die modernen Mess-Systeme sind allerdings teuer. Daher will die Arne-Friedrich-Stiftung die Kinderstation des Deutschen Herzzentrums Berlin bei dem Kauf von zwei Geräten unterstützen. „Blutgasmessung tränenfrei – das ist ein neues Projekt für die Stiftung. Dank ihrer Spenden können die Geräte hoffentlich schnell die Behandlung der Kinder deutlich erleichtern“, erklärt Arne Friedrich.

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